Die beste Pflegecreme für mein Baby

Babycreme

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Gegenüber der Haut eines Erwachsenen verfügt die Babyhaut in den ersten Lebensjahren noch nicht über vollkommen ausgereifte natürliche Schutzmechanismen. Das heißt, dass der Schutz des Körpers vor Nässe, Austrocknung, Kälte, Wind und Krankheitserregern durch den natürlichen Säureschutzmantel, ein aus Schweiß, Hornzellen, Wasser und Talgfett bestehender dünner Schutzfilm, noch nicht so effektiv gegeben ist, wie bei einem erwachsenen Menschen. Diesen Schutz soll der Fettfilm, der durch das Auftragen einer Babycreme entsteht, teilweise übernehmen. Außerdem wird der empfindlichen Babyhaut genügend Feuchtigkeit zugeführt, die für eine gesunde Hautentwicklung notwendig ist.

Welche Pflegeprodukte brauche ich für mein Baby?

Für Babys ist es unerlässlich, ihre sensible Haut gut zu pflegen. Dazu benötigt man neben parfümfreien Reinigungstüchern und seifenfreies Waschgel auch eine gute Pflegecreme für Gesicht und Körper, eine Wundschutzcreme, möglichst mit Panthenol sowie ein Babyöl für die Massage des Kindes. Angeboten werden auf dem Markt zahlreiche verschiedene Pflegeprodukte dieser Art.

Baby Pflegecreme

Bei der Pflegecreme für Babys handelt es sich um ein Hautpflegeprodukt, das speziell auf die Babyhaut konzipiert ist. Der nach dem Auftragen der Babycreme vorhandene Fettfilm auf der Haut schützt sie und ermöglicht ein schnelleres Heilen von Wunden. Außerdem wird die Haut vor Kälte und Austrocknung bewahrt. Die Pflegecreme beinhaltet Wirkstoffe, wie Bienen- oder Wollwachs, Zinkoxide, Tonerde, pflegende Kamillen- oder Calendulaextrakte sowie Duftstoffe. Auch natürliches Vitamin E, Rizinusemulgatoren und Glycerin sind Bestandteile der Babycreme. Alle hier genannten Inhaltsstoffe wirken sich positiv auf die zarte Babyhaut aus.

Da diese junge Haut sehr oft mit Feuchtigkeit, wie im Windelbereich, konfrontiert wird, sind die pflanzlichen Extrakte besonders wertvoll. Sie bauen die Haut wieder auf und verleihen ihr damit einen fetthaltigen Schutzfilm, der sie weitgehend gegen das Eindringen von Krankheitserregern schützt.

Damit die Haut vor Reizungen, Ekzemen oder Wundliegen bewahrt wird, wird die Feuchtigkeit durch Zinkoxide aufgenommen.

Babycreme ist zur Vorbeugung von Wunden und Entzündungen, besonders im Po- und Intimbereich durch Schweiß, Stuhl und Urin, gut geeignet.

Wundschutzcreme

Viele Babys leiden aufgrund des Windeltragens über einen längeren Zeitraum sehr oft an der sogenannten Windeldermatitis. Dies ist eine schmerzhafte Angelegenheit für das Baby. Der Po brennt und es haben sich Bläschen und Pusteln gebildet, das Hautbild wirkt wund. Neben dem Nacktstrampeln und Reinigen des Po mit Wasser und Pflanzenöl wird die Anwendung einer Wundschutzcreme empfohlen.

Wundschutzcreme mit einem Zinkoxid-Anteil wirkt dünn aufgetragen gegen die Hautentzündung und fördert den Heilungsprozess. Da es sich bei dieser Wundschutzcreme um eine wasserfreie Paste handelt, wird das keimfreundliche feuchtwarme Milieu als Quelle für Entzündungen sowie die Anfälligkeit hinsichtlich der mechanischen Hautschädigung vermieden. Cremes mit Zinkoxid sollte man nicht für eine Daueranwendung nutzen, da Zink ein Metall ist und den Körper belasten kann.

Auch Cremes gegen das Wundsein mit Paraffinöl (Erdöl) sind nicht zu empfehlen, da dieser Inhaltsstoff sich nicht so gut in das natürliche Hautgleichgewicht einbindet, wie es pflanzliche Öle tun.

Den Vorzug sollte man paraffinfreien Wundschutzcremes geben, die auf der Basis von Erdnussöl oder Lanolin hergestellt wurden und die heilungsfördernden Wirkstoffe der Calendula, Kamille oder Panthenol enthalten. Außerdem sollte eine Wundschutzcreme parfumfrei sein, um die stark strapazierte Haut im Windelbereich nicht noch unnötig zu belasten oder eine Allergie auszulösen.

Baby Pflegeöl

Babyöl kann zum einen zur Massage des Babys nach dem Waschen oder Baden und zum Anderen zum Reinigen des Babypopos angewendet werden. Auch als Badezusatz bei trockener Haut des Kindes kann es dienen. Heutzutage ist die Basis für die meisten Babyöle Pflanzenöl. Da die Babyhaut noch durchlässiger für schädliche Substanzen ist als die Haut eines Erwachsenen, sollte man auf die Inhaltsstoffe des Öles achten. Konservierungsstoffe, Emulgatoren oder andere Inhaltsstoffe, die bedenklich sind, sollten in Babyöl nicht enthalten sein. Auch Duftstoffe könnten Reizungen im Windelbereich hervorrufen. Nur bei hochwertigen Ölen werden als Duftquelle naturreine Öle zugesetzt. Diesen Produkten sollte man zur Babypflege den Vorzug geben. Nicht verwenden sollte man Produkte mit Paraffinöl, einem Fett, das aus Erdöl gewonnen wurde.

Worauf muss ich beim Kauf einer guten Pflegecreme achten?

Ein sehr wichtiges Kriterium, auf das man beim Kauf einer hochwertigen Pflegecreme für Babys achten sollte, ist ihre Herstellung aus natürlichen Zusatzstoffen. Pflanzliche Öle sind für die sensible Babyhaut bestens geeignet, da sie im Gegensatz zu den synthetischen Fetten in die Haut schnell einziehen und nicht auf ihr liegen bleiben. Öle auf pflanzlicher Basis schützen die Haut des Babys an der Oberfläche, ziehen aber auch in die tieferen Hautschichten ein. Da sie auch rückfettend sind, wird die Hautstruktur gefestigt und die natürliche Hautbarriere gebildet. Auch Pflegecremes mit hautverwandten Fetten, wie das Wollwachs, kann man verwenden. Sie stärken ebenfalls die Hautentwicklung und bilden eine atmungsaktive Schutzschicht.

Um die Haut des Babys nicht unnütz zu reizen, sollte man sich für eine Pflegecreme, die weder Parfum noch andere synthetische Duftstoffe enthält, entscheiden. Creme mit pflanzlichen ätherischen Ölen sind unbedenklich. Wenn man ganz sicher gehen will, wählt man eine Pflegecreme ohne Duftzusätze.

Babycremes, die Konservierungsstoffe, wie Parabene und Paraffine, enthalten, sollte man meiden. Die Struktur dieser Parabene ist der des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen sehr ähnlich und werden verdächtigt, Auslöser für Krebs zu sein. Neben den Parabenen sind auch Paraffine, das sind wachsartige Erdöl-Destillate, in Hautpflegeprodukten zu finden. Sie binden die in der Haut enthaltene Feuchtigkeit und verstopfen die Poren. Über eine längere Zeit der Anwendung würde die Haut des Babys trocken und spröde werden.

Schädliche Parabene werden unter Butyl-, Methyl-, Ethyl- und Prophylparaben und Paraffine unter Paraffinöl, Paraffinum Liquidum, Petrolatum oder Paraffinwachs in der Liste der Ingredienzien aufgeführt. Die Silicone unter Dimethikone, Dimethikone Copolyl, Cyclomethikone und Silikonweichmacher. Benzyl Alkohol und Parfum werden den Duftstoffen zugeordnet.

Auf der Babyhaut sollte man nur Pflegecremes mit pflanzlichen Inhaltstoffen, wie Aloe vera, Kamille, Ringelblume, Calendula oder Sheabutter anwenden. Beim Kauf einer guten Pflegecreme ist Produkten, die auf rein pflanzlicher Basis hergestellt wurden und ohne Duft- und Schadstoffe sind, der Vorzug zu geben.

Wo kann ich Pflegeprodukte kaufen?

Viele junge Eltern kaufen gerne und oft Babybedarf im Internet ein, was eine Recherche der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) ergab. Dies ist wohl auf die chronische Zeitknappheit von jungen Eltern zurückzuführen. Und da stellt das Onlineshopping am eigenen PC oder per Smartphone eine ideale Alternative zum Einkaufen in einem Fachgeschäft dar. Man kann sich, wie zum Beispiel auf der Seite www.babypflege-shop.de zeitunabhängig über die gewünschten Produkte informieren, einen Preisvergleich starten und das Pflegeprodukt bei dem entsprechenden Anbieter erwerben.

Fazit

Eine Pflegecreme gehört zur Pflege eines Babys dazu und ist auf fast jedem Wickeltisch zu finden. Bei der Auswahl des Präparates sollte man darauf achten, dass für dessen Herstellung nur pflanzliche Wirkstoffe und keine synthetischen Stoffe verwendet wurden. Die Haut des Babys ist hinsichtlich der Hauttiefe und Struktur um ein Vielfaches sensibler als die Haut eines Erwachsenen. Außerdem ist der natürliche Säureschutzmantel noch nicht voll ausgereift. Um die natürliche Rückfettung der Haut nicht zu beeinträchtigen, ist die Babyhaut (siehe www.dha-allergien.de) nur zu cremen, wenn sie trocken, schorfig oder wund ist. Abdeckende Pflegefettcreme sollte zum Schutz vor Kälte, die die Haut rissig und spröde werden lässt, nur im Winter verwendet werden. Von großer Wichtigkeit ist beim Kauf einer Pflegecreme für das Baby, dass man einen Blick auf das Etikett mit den Inhaltsstoffen wirft, um sich davon zu überzeugen, dass die Haut des Kindes beim Auftragen der Creme nicht mit chemischen Zusätzen in Berührung kommt.